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schulalltag
„Zappelphilipp“, „Hans guck in die Luft“, „Träumsuse“ – solche Bezeichnungen sind nicht ungewöhnlich für Kinder, die unter ADHS leiden. Sie haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, sind unaufmerksam, impulsiv oder zeigen eine Mischung dieser Verhaltensmuster. ADHS ist die Kurzform für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Was steckt hinter diesem Krankheitsbild? Auf welche Symptome sollten Sie achten und was können Sie tun, um Ihrem Kind zu helfen?
Typische Symptome von ADHS bei Kindern und Jugendlichen sind die folgenden:
Auf welche Symptome sollten Sie bei Kindern im Grundschulalter achten? Sie stören häufig den Unterricht, lassen sich schnell ablenken und reden viel. Manchmal werden sie Opfer von Mobbing in der Schule oder nehmen eine Außenseiterposition im Klassengefüge ein, weil sie sich aggressiv verhalten und Wutanfälle schlecht kontrollieren können. ADHS geht bei Kindern manchmal außerdem mit einer Lese-Rechtschreib- oder einer Rechenschwäche einher. Jugendliche zeigen meist andere Symptome. Zum Beispiel sind sie rebellisch. Ängste, Depressionen, Sucht oder Übergewicht sowie folgende andere Symptome sind ebenfalls möglich:
Übrigens ruft ADHS nicht nur negative Eigenschaften hervor. Viele Kinder sind zum Beispiel besonders kreativ, hilfsbereit und zeichnen sich durch einen starken Sinn für Gerechtigkeit aus.
Ein Kind sieht verträumt ins Leere | Photographee.eu/ Shutterstock
Wenn Kinder eher verträumt statt hyperaktiv wirken, ist oft die Rede von ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung). Dass Betroffene häufig dennoch unter innerer Unruhe leiden, wird bei dieser Bezeichnung nicht berücksichtigt.
ADHS bei Kindern ist zum jetzigen Standpunkt der Forschung nicht heilbar. Allerdings können die Symptome mit Verhaltenstherapie und teilweise durch Medikamente gelindert werden. Die Erkrankung tritt übrigens nicht nur bei Kindern und Jugendlichen auf. Vielmehr kann die Störung bis ins Erwachsenenalter anhalten, wenn sie nicht entsprechend behandelt wird. Mit der Zeit verändern sich meist die Symptome. Passivität ist beispielsweise nicht ungewöhnlich. Viele ältere Betroffene profitieren von einer weiterführenden Behandlung. Zudem können sie Beruf und Freizeitaktivitäten so wählen, dass seltener Konfrontationen oder Schwierigkeiten auftreten. Dann kommen sie meist besser mit der Erkrankung zurecht als noch in der Schule.
Welche Ursachen ADHS zugrunde liegen, ist nicht abschließend geklärt. Experten vermuten aber, dass die Informationsverarbeitung zwischen unterschiedlichen Abschnitten des Gehirns fehlerhaft abläuft. Eine Störung im Neurotransmittersystem bei Botenstoffen wie Dopamin oder Noradrenalin könnte dies auslösen. Neben genetischen Ursachen können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen etwa Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt sowie das soziale Umfeld. Es kann die Ausprägung der Erkrankung verstärken oder hemmen.
Wichtiger Hinweis: Eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung kann dazu führen, dass Ihr Kind sein Leistungspotenzial nicht voll ausschöpft. Auf die Intelligenz hat die Krankheit allerdings keinen Einfluss.
Ein Junge redet mit einer Spezialistin über seine Erkrankung | Photographee.eu/ Shutterstock
Wenn Sie Verhaltensauffälligkeiten bei Ihrem Liebling bemerken, sollten Sie sich an Ihren Kinderarzt wenden. Fragen Sie gerne auch Psychologen und Psychotherapeuten mit einer geeigneten Spezialisierung um Rat. Der Diagnoseprozess beginnt in der Regel mit ausführlichen Gesprächen. Mithilfe von psychologischen Fragebögen ermittelt der Arzt die jeweiligen ADHS-Symptome und leitet daraus ab, wie er das Syndrom am besten therapiert. Er analysiert die Intelligenz, Sozialkompetenz und den Entwicklungsstand Ihres Kindes. Zudem schließt er andere Krankheiten und bestimmte Medikamente als Ursache aus.
Die Diagnose steht. Aber wie geht es jetzt weiter? Das ist von Patient zu Patient verschieden. Denn die ADHS-Behandlung richtet sich nach individuellen Faktoren, etwa dem Alter des Kindes oder der Ausprägung des Syndroms. Oft ist ein multimodales Therapiekonzept erfolgsversprechend. Es schließt unter anderem Beratung, Verhaltenstherapie und teilweise Medikamente ein. Welche Möglichkeiten gibt es?
Was passiert, wenn die Erkrankung nicht behandelt wird? In den meisten Fällen zieht das Probleme im Privatleben, in der Schule oder im Beruf nach sich. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab und die sozialen Kontakte werden beeinträchtigt. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig zu handeln. Suchen Sie einen kompetenten Arzt auf, wenn Sie Verhaltensauffälligkeiten bei Ihrem Kind feststellen.
Eine Mutter setzt ihrem Sohn Grenzen | vasna cvorovic/ Shutterstock
Tipp: Viele gehen voll und ganz in der Rolle als sorgende Eltern auf. Das ist auch gut so. Vergessen Sie allerdings nicht, auf sich selbst achtzugeben. Entspannen Sie sich von Zeit zu Zeit und tanken Sie neue Kraft. Dann können Sie sich mit frischem Elan um Ihre Familie kümmern.
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