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schulalltag
Sie haben die Vermutung, dass etwas im Schulalltag Ihres Kindes nicht rund läuft? Isoliert es sich zunehmend oder möchte es nicht mehr zur Schule gehen? Hat es Verletzungen, die Sie sich nicht erklären können? Möglicherweise steckt Mobbing dahinter. Reden Sie mit Ihrem Liebling und informieren Sie sich über verschiedene Stadien, Ursachen bzw. Folgen von Mobbing in der Schule. Außerdem erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie als Eltern Ihrem Kind am besten helfen, und was es selbst tun kann.
Viele Kinder erleben es am eigenen Leib oder sehen es in der Klasse: Mobbing. Dieser Begriff bezeichnet keinen normalen Konflikt zwischen zwei Kindern. Diese sind unvermeidlich und meist schnell aus der Welt geschafft. Vielmehr setzt ein einzelner Schüler oder eine ganze Gruppe einem Kind über einen längeren Zeitraum immer wieder zu.
Ein Schulkind wird von Mitschülern gehänselt | Pressmaster/Shutterstock
Es wird gehänselt, ignoriert oder körperlich angegriffen. Beleidigungen und Beschädigungen der persönlichen Sachen sind ebenfalls nicht ungewöhnlich. Im Allgemeinen wird zwischen mehreren Formen unterschieden:
| Direktes Mobbing | Indirektes Mobbing |
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Mobbing in der Schule ist ein Phänomen, an dem oft ein Großteil der Klasse beteiligt ist. Neben den eigentlichen Tätern gibt es Schüler, die zwar nicht mit den Attacken anfangen, aber sofort mitmachen. Ein Teil der Klasse realisiert die Situation und mischt sich nicht ein. Schließlich wollen die Kinder nicht selbst ins Radar des Mobbers gelangen. Außerdem gibt es manchmal Schüler, welche die Betroffenen tapfer verteidigen.
Wichtig zu wissen: Mobbingopfer trifft in der Regel keine Schuld an ihrer Situation. Die Täter suchen sich Kinder, die unter anderem ein geringes Selbstwertgefühl haben, zu gutgläubig sind oder ungewöhnlich aussehen. Allerdings betont beispielsweise das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dass Mobbing in der Schule leider jeden treffen kann. Es geht nicht um Introvertiertheit oder physische Schwäche. Der Täter sucht sich einen Mitschüler aus, der im Klassengefüge schwächer eingestuft ist. Es wird dann etwa als „Verlierer“ oder „Weichei“ bezeichnet.
Die Phasen des Mobbingprozesses:
| Explorationsstadium |
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| Konsolidierungsstadium |
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| Manifestationsstadium |
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Es geschieht in der Regel unabhängig von Schulform und Alter, dass Kinder oder Jugendliche von ihren Mitschülern gepiesackt werden. Die vielfältigen Gründe liegen etwa in einem gestörten Klassenklima oder beim Täter selbst.
Ein Schüler nimmt einem Kind auf dem Schulhof seinen Rucksack weg | patat/Shutterstock
Möglicherweise hat dieser ein geringes Selbstwertgefühl und fühlt sich gestärkt, wenn das Mobbingopfer keinen Widerstand leistet. Das können ebenfalls Ursachen für Mobbing unter Kindern sein:
Manche geben außerdem Unrecht an Mitschüler weiter, das ihnen in der Familie widerfährt. Es ist auch schon vorgekommen, dass frühere Mobbingopfer später selbst ein unangemessenes Verhalten gegenüber anderen zeigten.
Es fällt oft lange Zeit nicht auf, dass ein Kind gemobbt wird. Schließlich passieren verbale oder tätliche Angriffe oft zwischen den Stunden, in der Pause oder nach der Schule – sprich dann, wenn keine Lehrkräfte eingreifen können. Zudem fragen viele Betroffene nicht aktiv nach Hilfe, wenn sie erpresst werden, ihre Schulutensilien verschwinden oder Mitschüler sie bloßstellen. Das kann unterschiedliche Gründe haben:
Ihr Kind spricht nicht mit Ihnen darüber, dass es in der Schule unter Mobbing leidet? Achten Sie auf diese und ähnliche Alarmsignale:
Mobbing wirkt sich negativ auf die Psyche Ihres Kindes aus. Es resultiert oft in Schulstress, aber auch körperliche Probleme sind nicht auszuschließen.
Ein Schüler sitzt verzweifelt auf dem Boden | Rawpixel.com/Shutterstock
Nachfolgend lesen Sie einige mögliche Folgen von Mobbing in der Schule:
Schikane im Schulumfeld muss kein Dauerzustand sein. Ihr Kind, die Lehrer und Sie als Eltern können einiges tun, um mit dem Problem umzugehen.
Eine Mutter redet mit ihrer Tochter | LightField Studios/Shutterstock
Eine Junge streckt abwehrend die Hand aus | Aaron Amat/Shutterstock
Es ist nicht leicht, zu akzeptieren, dass das eigene Kind seinen Mitschülern Angst macht oder sie tyrannisiert. Sie sollten das weder bagatellisieren noch einfach nur mit Hausarrest oder Ähnlichem bestrafen. Suchen Sie den Kontakt und finden Sie heraus, warum Ihr Liebling sich so verhält. Zudem sollten Sie ihm klar machen, dass weder Sie noch die Lehrer Mobbing in der Schule tolerieren und helfen Sie ihm, seine Verhaltensmuster zu verändern.
Mobbing bezeichnet keinen kurzzeitigen Konflikt oder eine Streiterei unter Kindern. Vielmehr werden Einzelne über einen langen Zeitraum hinweg regelmäßig tyrannisiert. Sie erfahren offene oder subtile Gewalt und werden sozial ausgegrenzt. Dieses Phänomen kann beinahe jeden treffen und sollte in der Schule immer wieder thematisiert werden, um Schüler wie Lehrer zu sensibilisieren. Sie als Eltern können und müssen bei Mobbing in der Schule Maßnahmen ergreifen. Reden Sie offen mit Ihrem Liebling darüber und ziehen Sie Schulleiter, Lehrer oder ggf. Psychologen hinzu. Ihr Kind selbst sollte nicht zurückschlagen, sondern um Hilfe bitten und versuchen, sich nicht einschüchtern zu lassen. Zwar wird es immer schwieriger, Mobbing in der Schule entgegenzuwirken, je länger das Verhalten andauert. Aber es ist in jedem Fall wichtig, aktiv etwas dagegen zu tun. Schließlich soll das seelische Gleichgewicht der Kleinen ja nicht auf lange Sicht beeinträchtigt werden.